Freilichtspiele Szeged 2007
Szeged Domplatz 6. Juli bis 20. August 2007.
Programmen
A.L. Webber CATS musical Regie: Tamás Szirtes Zeitpunkt: 6., 7., 8., 13., 14., 15. Juli Bei Regen: am 9., 16. Juli Beginn der Vorstellung: 21 Uhr
Kálmán Imre: GRAFIN MARICA Operette Zeitpunkt: 27., 28., 29. Juli Bei Regen: am 30. Juli Beginn der Vorstellung: 21 Uhr Fire of Anatolia TÜRKISCHE TANZ-SHOW europäisch premiere! Zeitpunkt: 2., 3. August Beginn der Vorstellung: 21 Uhr
Frank Wildhorn, Jack Murphy: RUDOLF Regie: Miklós Gábor Kerényi Zeitpunkt: 9., 10., 11., 12. August Bei Regen: 13. August Beginn der Vorstellung: 21 Uhr
Erkel Ferenc: BÁNK BÁN Oper Zeitpunkt: 18., 20. August Bei Regen: 21. August Beginn der Vorstellung: 21 Uhr Die Direktion behält sich das Recht der Programmänderung vor.
Bühne
• Fläche: 800 m2 • Bühnenöffnung: 30 m • Bühnentiefe: 22 m • Verkleidung: OSB Platten mit Brettern aus Kiefernholz • Höhe zum Niveau des Domplatzes: 1,40 m • Drehbühne: 14 m, mit regulierbarer Drehzahl • Orchestergraben: 150 m, • Seitenbühnen: 540 m, • 4 Leuchttürme – Höhe 10,6 und 14 m • 2 Tontürme: 9,6 m hoch
Geschichte der Freilichtspiele
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in den großen geistlichen Zentren immer mehr - auf verschiedene kulturelle Werte und Traditionen aufbauende - Festivals sowie große Freilichtveranstaltungen durchgeführt. Die Erfolge der ausländischen Veranstaltungen veranlassten die ungarischen Vertreter des geistigen Lebens ebenfalls ähnliche Veranstaltungen zu organisieren. Zu den ersten in Ungarn zählten das Sommertheater - die Szegeder Freilichtspiele - die nunmehr auf eine 70jährige Tradition zurückblicken können. Die Idee der Freilichtspiele wurde zuerst im Jahre 1926 von dem Szegeder Dichter Juhász Gyula aufgegriffen. Der Gedanke wurde von zahlreichen Vertretern des kulturellen und politischen Lebens unterstützt. Die Möglichkeit zur "Generalprobe" ergab sich aus der anläßlich der Einweihung der Votivkirche organisierten Veranstaltungsreihe im Herbst 1930. Der mit einer Arkadenreihe umgebene Kirchplatz bewies sich mit seiner ausgezeichneten Akustik als ein idealer Ort für Freilichtveranstaltungen. Die erste Veranstaltung – Ungarische Passion - fand am 13. Juni 1931 statt. Daraufolgend zählten die Freilichtveranstaltungen mit ihrem stetigen Erfolg in jedem Sommer zu der Hauptattraktion von Szeged. Dieser Erfolgsreihe setzte der 2. Weltkrieg ein Ende und nach dem Sommer 1939 blieb der Platz für 20 Jahre still.
Auf einen Neubeginn musste man bis zum 25. Juli 1959 warten; an diesem Abend nahm mit den Liedern von Hunyadi László das zweite bis heute andauernde Kapitel der Geschichte der Szegeder Freilichtspiele seinen Anfang. Im Jahre 1994 wurde die Bestuhlung erneuert. Die den Domplatz das ganze Jahr einnehmende Tribüne wurde gegen eine mobile Tribüne mit 4.000 Plätzen, die nur während der Vorstellungen aufgebaut wird, eingetauscht. Die Sektoren wurden nach den europäischen Städten (London, Rom, Paris, Berlin, Brüssel, Wien), die Stadt Szeged nach den großen Überschwemmungen durch die Theiß im Jahre 1879 unterstützt hatten bzw. den Partnerstädten von Szeged (Darmstadt, Turku, Parma, Nizza, Szabadka, Toledo, Odessa) benannt. Für die „neuzeitlichen" Freilichichtspiele interessierten sich in 40 Jahren mehr als 3 Millionen Menschen für 142 Stücke in 657 Veranstaltungen. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Neubeginns der Szegeder Freilichtspiele erhielt die Veranstaltungsreihe den Titel „Größtes Freilichttheater des Landes", der ihr bis heute zurecht zusteht.
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