Picasso, Klee, Kandinsky - Die Meisterwerke der schweizerischen Rupf-Sammlung - Budapest

Picasso, Klee, Kandinsky - Die Meisterwerke der schweizerischen Rupf-Sammlung - Budapest
19/10/2007 - 06/01/2008
Budapest
Museum der Schönen Künste


Die Sammlung von Hermann Rupf und seiner Frau gilt heute als eine der wichtigsten Privatsammlungen der Kunst der klassischen Moderne. Der 1880 in Bern geborene Besitzer eines Kurzwarengeschäftes Herman Rupf und seine Frau Margit Rupf-Wirz begannen 1907 ihre Sammlung aufzubauen. Damals kauften sie ihre ersten Bilder, die Gemälde von Georges Braque und Pablo Picasso, die heute zu den wichtigsten Werken der frühen Phase es Kubismus gezählt werden. Sie beschäftigten sich intensiv mit der Kunst ihrer Zeit, der Steigerung ihrer Popularität, ihres Bekanntheitsgrades – Hermann Rupf war mehr als 20 Jahre lang der Kunst- und Musikkritiker der Berner Tageszeitung Berner Tagwacht. Die Stücke ihrer Sammlung erstanden sie oft schon im Jahr des Entstehens der Werke.

Hermann Rupf verband eine ihr ganzes Leben andauernde Freundschaft mit dem Pariser Kunsthändler und Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler, zu dessen ersten Kunden er gehörte, und mit dessen Hilfe auch Picasso zu einem Atelier kam. Die Eheleute Rupf standen zur gleichen Zeit seit 1913 in ständigem Kontakt zu Paul Klee und unterstützten den Künstler auch mit dem Kauf seiner Gemälde.

Das Ehepaar gründete 1954 – da sie keine Nachfahren hatten – die ihren Namen tragende Stiftung mit dem Ziel, die Sammlung, die im Berner Kunstmuseum untergebracht wurde, zu pflegen und zu erweitern. Die ursprünglich aus 300 Werken bestehende Kollektion wurde dank der Erwerbungen der Stiftung auf 900 Exponate erweitert.

Die ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiernde Hermann und Margit Rupf-Stiftung gewährt im Rahmen einer Ausstellung Einblick in die Sammlung, und zwar mit Hilfe der bedeutendsten Werke der Kollektion wie z. B. die Wilden (Derain, Friesz), die Kubisten (Braque, Picasso, Gris und Léger) oder mit den Werken von Paul Klee und Kandinsky.

Es ist eine Besonderheit der Ausstellung, dass die Sammlung sich zum ersten Mal im Rahmen einer Wanderausstellung vorstellt, und dessen dritte Station ist das Museum der Schönen Künste. Im Sommer 2007 kann das Budapester Publikum nach der Ausstellung in Bern und Grenoble die herausragenden Werke der Rupf-Sammlung kennen lernen.

Kuratorin: Judit Geskó

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2007-12-19 14:54:47